Folgender Brief erreichte mich von einem Bekannten:

Beschwerde An ALDI - Geschäftsleitung (ALDI-Nord)

Sehr geehrte(r) Sachbearbeiter(in)

Seit mehreren Jahren kaufen wir vom Altersheim in ihrer ALDI-Filiale Bremen Westerstrasse ein. Sei mehr als 1 Jahr werden wir vor ihrem Eingangsbereich von "Strassen-Zeitungsverkäufern/Bettlern" massiv bedrängt/bedroht. Es wird dort immer schlimmer, sodass wir in andere Filialen - weiter weg gehen müssen um uns diesen Subjekten zu entziehen, die beim betteln vor ihrer Geschäftstür teils sehr aggressiv und frech vorgehen. Ihr Personal in besagter Filiale scheint mit der Situation überfordert und unternimmt nichts dagegen. In unserer Verzweiflung wenden wir uns nun an Sie, damit diesem Treiben ein Ende gesetzt wird.

Hochachtungsvoll:
XXXXXX (Behinderte helfen Behinderten)

Antwort von der ALDI-Nord Geschäftsleitung:

Sehr geehrter Herr XXXXXX

zunächst vielen Dank für ihre Zeilen vom 7.2.2018, mit denen Sie sich über Zeitungsverkäufer und Nichtsesshafte vor unserem Markt an der Westerstraße beschweren.

Leider häufen sich Beschwerden etwaiger Betteleien oder auch Belästigungen vor Einkaufsstätten jeglicher Art im Bremer Bereich. Das betrifft sich nicht nur unsere ALDI-Märkte.

Auch dürfen wir ihnen versichern, dass unsere Mitarbeiter/innen diese Situation ebenso wenig dulden, jedoch nichts dagegen unternehmen können.

Leider ist die Bremer Polizei, die auf Grund derartiger Fälle und übler verbaler Ausfälle dieses Personenkreises immer wieder hinzugerufen wird, zeitlich überfordert, da sich von dieser Seite nur im Ausnahmefall jemand hierum kümmert.

Daher sind auch wir durch eine Unterstützung durch unsere Kunden angewiesen.

Erlauben Sie uns an dieser Stelle bitte den Hinweis, dass in Bedrohungssituationen unsere Mitarbeiter/innen nicht einschreiten dürfen, da in derartigen Fällen die Polizei gefordert ist.

Insofern raten wir ihnen, Polizeibeamte per Notruf hierüber zu informieren.

Andererseits bleibt aber auch festzustellen, dass viele sozial engagierte Kunden derartige Aufenthalte von Strassenverkäufern und Bettlern dulden und zum Teil sogar fördern. Insofern wird dieses Ärgernis noch eine längere Bearbeitungszeit in Anspruch nehmen.

Wir danken für ihr Verständnis und verbleiben mit freundlichen Grüßen:

ALDI Gmbh & Co. Kommanditgesellschaft
Industriestr. 16
28844 Weyhe

Antwort 12.2.2018

Sehr geehrte Damen und Herren

Mit Bestürzung dürfen wir nun zur Kenntnis nehmen, dass sich weder ihrerseits noch seitens des Marktpersonals irgendetwas ändern wird.

Ich bedaure den Umstand, Sie, in dieser Angelegenheit belästigt zu haben und werde den älteren Herrschaften anraten weiterhin in andere Filialen auszuweichen, wo Niemand von derartigen "Strolchen" belästigt wird.

Sie auf die Polizeibehörden zu berufen, obwohl es in ihren ALDI-Zuständigkeitsbereich fällt, ist erbärmlich. Auch die Frechheit ihrerseits,uns, um Verständnis für ihre Unfähigkeit zu handeln zu bitten, ist in Fachdeutsch "unterlassene Hilfeleistung".

Unglaublich! Ein Fall für die Presse..................

XXXXXXXXX
(Behinderte helfen Behinderten)
Leider ist die Bremer Polizei, die auf Grund derartiger Fälle und übler verbaler Ausfälle dieses Personenkreises immer wieder hinzugerufen wird, zeitlich überfordert, da sich von dieser Seite nur im Ausnahmefall jemand hierum kümmert.
Was sollen alte und behinderte Menschen tun? Sie haben kein Smartphone oder Handy.

Auch dürfen wir ihnen versichern, dass unsere Mitarbeiter/innen diese Situation ebenso wenig dulden, jedoch nichts dagegen unternehmen können.
Vom ALDI-Personal ist ja keine Hilfe zu erwarten. Unglaublich, aber wahr.

Leider häufen sich Beschwerden etwaiger Betteleien oder auch Belästigungen vor Einkaufsstätten jeglicher Art im Bremer Bereich. Das betrifft sich nicht nur unsere ALDI-Märkte.
Nichts als Ausreden! Hauptsache ist das Verallgemeinern in dieser Notsituation.

Daher sind auch wir durch eine Unterstützung durch unsere Kunden angewiesen.
Sollen sich jetzt die ALDI-Kunden mit diesen Leuten herumschlagen? Die Polizei braucht ja neuerdings ca. 1/2 Stunde, bis Sie vor Ort ist.

Die Verzweiflung in diesem Schreiben wird von dekadent von der ALDI-Geschäftsleitung behandelt.
Wo soll das noch enden????????????????????